10 Fragen an einen ehemaligen Musiker der Stadtkapelle Riedlingen

Können Sie sich / kannst Du Dich bitte kurz vorstellen?

Ich heiße Markus Benk, geboren 1970 in Stuttgart. 1975 bin ich mit meinen Eltern und meiner Schwester nach Riedlingen gezogen, dort bis zum Abi zur Schule gegangen. Nach meinem Grundwehrdienst hat es mich an die Mosel verschlagen und dort bin ich auch kleben geblieben. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder (7 und 11), die mittlerweile ebenfalls ein Instrument lernen.

Von wann bis wann haben Sie / hast Du in der Stadtkapelle mitgespielt?

Ich hatte mich lange gewehrt, in der Stadtkapelle mitzuspielen, obwohl mich Helmut Steigerwald, ein Freund meiner Eltern, bei jedem Besuch gefragt hatte, ob ich nicht doch mal zur Probe zu kommen wollte. 1988 wurden für die Fasnetsumzüge noch Musiker gesucht. Mein damaliger Klarinettenlehrer Günther Buck hat mich dann so lange bearbeitet, bis ich mich schließlich dazu bereit erklärt habe, dazuzustoßen. Ursprünglich – so war die Abmachung – nur für die Fasnachtsumzüge. Nach dem Hexverbrennen (Das durfte man damals noch sagen) bin ich zum Dirigenten gegangen, das war damals Antun Kuzmic, und habe ihn gefragt: „Ok, ich bin dabei. Wann ist die nächste Probe?“
Im Oktober 1991 bin ich zum Studieren nach Trier, danach habe ich noch ein oder zwei Sommer lang in den Semesterferien in der Stadtkapelle mitgespielt.

Welches Instrument haben Sie / hast Du gespielt?

Ich habe Klarinette gespielt.

Warum gerade dieses Instrument?

Nach der musikalischen Früherziehung bei Winfried Aßfalg hatte ich noch zwei Jahre Blockflötenunterricht an der Städtischen Musikschule. Irgendwann meinten meine Eltern, jetzt hast Du lange genung Blockflöte gespielt, jetzt lernst Du was Richtiges. Da ich von Instrumenten allerdings nicht viel Ahnung hatte (und meine Eltern noch viel weniger…), haben sie mir kurzerhand die Klarinette aufs Auge gedrückt….

Was war Ihr/Dein schönstes Erlebnis in bzw. mit der Stadtkapelle?

Schöne Erlebnisse gab es sehr viele. Natürlich die Fasnet… Ende der achtziger Jahre ist die Narrenzunft am Schmotzigen immer nach Biberach ins Landratsamt gefahren. Dort gab es Essen und Trinken bis zum Abwinken. Ich erinnere mich an die Leberkäswecken, die der Landrat aufgetischt hat: ganze (!) Knauzenwecken und dazwischen eine Scheibe Leberkäse, die hätte normalerweise für 3 Brötchen gelangt. Das ganze war so dick, da tat einem hinterher immer der Kiefer weh…

Welches Musikstück haben Sie / hast Du am liebsten gespielt?

Ganz klar – das Golelied…

Wer war/ist Ihr/Dein musikalisches Vorbild?

Musikalische Vorbilder im eigentlichen Sinne hatte ich eigentlich nie. Allerdings habe ich als Jugendlicher meiner Oma immer die Schallplatten stibitzt, in erster Linie Platten von Strauß, Lehár, Suppé, etc…
Später sind dann auch andere Stilrichtungen dazu gekommen, wie Jazz, etc.

Sind Sie / Bist Du auch heute noch als Musiker/in aktiv?

Mittlerweile spiele ich selbst nur noch Klarinette, wenn ich als Aushilfe irgendwo angefragt werde.

Welches Instrument spielen Sie /spielst Du heute?

In erster Linie spiele ich immer noch Klarinette, zu meinem 18. Geburtstag bekam ich von meinen Eltern ein Saxophon geschenkt, mit dem ich in verschiedenen Big Bands mitgespielt habe.

In welcher Kapelle / welchem Orchester?

Leider lässt es meine Zeit nicht zu, dass ich noch irgendwo aktiv im Orchester mitspiele, auch wenn ich mein Instrument fast täglich in der Hand halte. Ich unterrichte mittlerweile selbst Blockflöte, Klarinette und Saxophon. Und an drei Abenden in der Woche stehe ich als Dirigent vor verschiedenen Blasorchestern an der Mosel, in der Nähe von Trier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.